Mit einem BrainBoost leichter lernen? Mein persönlicher (Brain) Effect

Manche Menschen zögern Dinge ins Blaue hinaus – die einen schieben ihre Haushaltsaufgaben auf, manche das Begleichen ihrer Rechnungen und andere wiederum ihre Klausur- und Lernphase. Ich zähle mich zur letzten Gruppe der Prokastenie-Anfälligen. Klausuren ziehen mich immer wieder aus meiner Realität heraus und zwingen mich, bisher ungeahnten (kognitiven) Herausforderungen gegenüberzutreten. Ihr kennt das und sicherlich wird der eine oder andere verstehen, warum ich lieber mein Semester genieße, statt mich in der Lernphase mit Statistik und Kurvendiagrammen zu befassen.

Schnelle Hilfe musste her

Dieses Mal wollte ich das Aufschiebungsverhalten besiegen und meiner bald anstehenden Klausurphase einen kleinen Boost verleihen, genauer gesagt einen „BrainBoost“. Ich fragte Google nach diversen Möglichkeiten, wie ich meine Zeit ungestört weiter genießen könne und gleichzeitig weniger Zeit zum Lernen verbrauche. Google riet mir zu drei Dingen:

  1. - einer langfristigen Zeitplanung (wer macht denn sowas??!)
  2. - Schummeltricks, die mir bisher vollkommen neu waren (zu riskant)
  3. - Brain Booster (interessant, da auch durch Studien belegt)

Kurzerhand verglich ich diverse Anbieter, die allesamt Produkte zur Leistungssteigerung des Gehirns anbieten. Die einen setzen auf rein natürliche Inhaltsstoffe, die anderen halfen mit etwas fragwürdigen Inhalten nach. Der Anbieter Brain Effect wirbt dabei mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen. Nach stundenlangem Ausfragen meiner Lieblingssuchmaschine konnte ich an den Inhaltsstoffen von Brain Effect keine bedenklichen Informationen finden. Daher beschloss ich, Brain Effect für mein 14-tägiges Experiment zu verwenden. Ja, diese Google-Zeit hätte ich sicherlich zum Lernen nutzen können, aber jemand Schlaues sagte mal: „Investiere Zeit, damit du herausfinden kannst, wie du noch mehr Zeit sparen kannst.“

Übrigens fiel eine Klausur mitten in die 14 Testtage, so dass ich Brain Effect direkt an einer Klausur ausprobieren konnte.

Die Auswahl an Brain Effect-Produkten

Insgesamt bietet Brain Effect 4 verschiedene Arten seines Supermittels an. Der Verwendungszweck jedes einzelnen Präparates ist genauso unterschiedlich wie sein Preis:

Brain Effect rapid ist optimal auf Menschen zugeschnitten, die ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit eher in bestimmten Zeitfenstern brauchen, z. B. morgens oder nachmittags in der Vorlesung oder nachts beim Lernen.

Es gibt Brain Effect premium für Menschen, die sich am Tage über das bekannte „Tief“ ärgern und fitter durch den Alltag möchten. In erster Linie also eher ein Energieboost, der einem die nötige Energie für den gesamten Tag verleiht. Sitzt man also den ganzen Tag (wie ich irgendwann nach dem Studium) vor auszuwertenden Diagrammen und Zahlen, wird Brain Effect premium sicherlich meinen Tag retten.

Brain Effect academy ist der lang anhaltende Push für Studenten, die tagsüber konstant ein hohes Level halten müssen. Für die Prüfungsphase würde ich allerdings eher das Brain Effect rapid empfehlen.

Zu guter letzt bietet Brain Effect mit Brain Effect junior auch etwas für Kinder an. Dabei sind die Inhaltsstoffe so sensibel gewählt, dass sie Kindern in der Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit besonders helfen.

Einnahme, Geschmack und mein persönlicher Tipp:

BrainEffect rapid

Die Einnahme erfolgt ein Mal täglich, indem man den Inhalt einer Ampulle zu einer Mahlzeit schluckt. Brain Effect ist eine bräunliche Flüssigkeit und riecht nicht unbedingt nach Orangensaft oder Früchtetee – vielmehr hat es einen etwas bitteren Charakter an sich, der allerdings nach dem Schlucken schnell wieder verfliegt. Der Geruch hat etwas vom Hustensaft aus der Kindheit, so dass man bei der Einnahme sogar ein wenig Nostalgie verspürt.

Meine besonderer Tipp: Ich muss gestehen, dass ich rein gar nichts vom Lernen am Morgen halte. Stattdessen genieße ich meinen halben Tag, gehe nebenbei arbeiten und setze mich abends ans Lernen. Wer es wie ich macht und eher abends bis in die Nacht die Bücher verschlingt, dem sei die Einnahme zum Abendbrot empfohlen. Ich habe Brain Effect rapid 14 Tage lang vor einer Mahlzeit genommen und nach kurzem Abwarten (10 Min.) angefangen zu essen. Jemand sagte mir, dass man Nahrungsergänzungsmittel wie Brain Effect eher auf nüchternem Magen einnehmen solle. Gesagt getan, aber kommen wir nun zum (Brain) Effect.

Leistungssteigerung

BrainEffect rapid einzeln

Ich nahm mir für mein Experiment 14 Tage lang Zeit.

Nein, mir wuchsen nach der ersten Einnahme keine Flügel und auch meine Pupillen fielen mir nicht aus dem Kopf. Normalerweise beginne ich meinen Lernrhythmus um 18:00 Uhr in der Bibliothek und lande gegen 01:00 in meinem Bett. Nach Abzug aller Zeiten, die ich zwischendurch mit meinem Smartphone, meinen Lieblingssongs und Apps verbringe, lerne ich offen gestanden gerade mal 4 ½ Stunden. Genauer gesagt habe ich mir 3x 90 Minuten angewöhnt.

Nun zur Leistung: Am ersten Abend blieb ich bis 2 Uhr (also eine Stunde länger) in der Bibliothek und hatte auf dem Heimweg sogar den irrsinnigen Gedanken, mich zuhause noch einmal an den Klausurstoff zu setzen. Der Euphorie des Brain Effects geschuldet, ließ ich das als gesund denkender Student doch lieber sein und haute mich hin.

Am zweiten und dritten Tag verschwand meine Euphorie, doch der erhöhte Energielevel nach 01:00 Uhr blieb dennoch ein wenig erhalten, was mich ein wenig verwunderte. Ich war weder aufgedreht noch hatte ich Herzrasen. Ich war einfach „wach“ und hatte keine Schwierigkeiten damit, den Klausurstoff mental aufzufassen. Nach 01:00 Uhr hatte ich schlichtweg keine Lust mehr zu lernen.

Erklärt wurde mir auf Anfrage, warum ich geistig so aktiv bleibe, folgendes:

Der Guarana-Extrakt, einer der 4 Hauptbestandteile von Brain Effect rapid, enthält Koffein, das aber ganz anders als beim Kaffee und ungesunden Energy-Drinks an Gerbstoffe gebunden ist. Diese Gerbstoffe ermöglichen, dass das Koffein gleichmäßiger vom Körper aufgenommen wird und man dadurch konstant eine hohe Leistung aufrechterhält. Eine Reizung der Magenschleimhäute, wie es bei mir häufig mit Energy Drinks der Fall war, erfolge aber nicht.

Somit beschloss ich spontan, meine tägliche Lernphase von 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr zu erhöhen, was einer Lernzeit von 7 Stunden, also effektiv 4x 90 Minuten entspricht. Die Prokastenie-Anfälle (Smartphone, Apps, Musik) schlichen sich zwischendurch zwar ein, allerdings in weitaus geringerer Ausprägung als bisher. Ich redete mir ein, dass Pausen einerseits wichtig sind, aber wer einmal im Lern-Flow ist, möchte ungern raus.

In den darauffolgenden Tagen vermerkte ich auch ein gestiegenes Hungergefühl, viel mehr Durst und ein höheres Schlafbedürfnis. Ich rede mir noch heute ein, dass das an der maximalen Auslastung meines Gehirns lag. :P

Aber ernsthaft: Ich habe mal gelesen, dass das Gehirn aus 70% Wasser besteht und den größten Teil aller Energiereserven frisst. Der gestiegene Durst und Hunger könnten somit ein Beleg für die höhere Hirnleistung sein, wer weiß.

So bereitete ich mich Tag für Tag für die Statistik-Klausur vor, immer von 16 bis 23 Uhr und fleißig schluckte ich täglich den Inhalt meiner Brain Effect-Ampulle.

.. und am 9. Tag schrieb ich meine Klausur

11:15 Uhr: In einer Stunde geht´s los. Statistik ist nicht wirklich mein Lieblingsfach. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es da draußen jemanden gibt, der sich mit einem High-Tech-Taschenrechner (mit Graffunktion) bewaffnet und Regressionskoeffizienten für sein Leben gerne löst.

Nichtsdestotrotz hatte ich noch eine Stunde und schluckte es in der Hoffnung, dass das nicht als Betrugsversuch wegen Doping gelte. Die Klausur ging ganze 120 Minuten.

Jede Klausur ist bekanntlich anders und man kann leider nie eine generelle Aussage treffen, ob man eine Klausur aufgrund eines Boosters schneller und fehlerfreier hat lösen können. In meinem Fall hat ein eher anderer Effekt eingesetzt: Ich fühlte mich (selbst-)sicher und hatte (kein Witz) Spaß am Lösen der Aufgaben. Ganz gleich, ob es sich um eine Text- oder eine Hardcore-Rechenaufgabe handelte: sie machte einfach Spaß. Durch meine gestiegene Selbstsicherheit konnte ich den Klausurstoff weitaus leichter erinnern und anwenden. Zeitlich war ich aber nicht sonderlich schneller als die anderen Studenten.

Fazit

Es gibt da draußen viele Mediziner und Heilpraktiker, die die Wirksamkeit von pflanzlichen Stoffen anhimmeln und ihnen eine Leistungssteigerung zusprechen.

Ich für meinen Teil konnte 14 Tage lang ein Mittel namens Brain Effect testen und verspürte mit zunehmender Zeit eine schnellere Auffassungsgabe und vor allem mehr „Hirnschmalz“, also mehr Motivation, mich mit kognitiven Dingen auseinanderzusetzen. Mit meinen Kommilitonen tauschte ich mich des Öfteren aus und selbst auf der Toilette habe ich mir das Spielen von Sudoku angewöhnt.

Ob das am Brain Effect liegt oder am Placebo-Effekt: Es hat nur 14 Tage gehalten. Nach den 14 Tagen flachte meine Lernzeit etwas ab. Das merkte ich in erster Linie daran, dass mein Toilettengang unerwartet schneller zu Ende war als das Lösen des Sudokus. Auch mein Smartphone schummelte sich während meines Aufenthalts in der Bibliothek einfach zwischen mir und meine Bücher, was mir echt nicht auffiel.

Für die nächste Klausurphase werde ich es nochmal versuchen und wahrscheinlich nur auf die Hardcore-Klausurphasen beschränken.

Mein Tipp an dich: Brain dir deine eigene Meinung, aber die Empfehlung von mir hast du.

Euer Duc von der Universität Halle