Wir testen für euch – CESAcruise von Sminno im Produkttest

Völlig unerwartet und ohne Vorwarnung traf mich dieser Produkttest. Und natürlich habe ich ohne überhaupt zu fragen, um was es geht, zugesagt. Neue, abgefahrene Produkte testen zu dürfen fetzt schließlich immer.

Dieses Mal geht darum, ohne Kopfhörer und externes Mikrofon beim Fahrradfahren zu telefonieren.
Die Wohltäter dieser Sache nennen sich Sminno und das Produkt, das ich im Namen von Crowdsell testen durfte, trägt den starken Namen CESAcruise – die Freisprechanlage fürs Fahrrad.
Die Idee dahinter ist es den Sound des Telefons zu verstärken und in die Richtung des Fahrradfahrers zu lenken, während gleichzeitig das interne Mikrofon vom Wind abgeschirmt wird.
Ob es funktioniert hat? Das war meine Mission, dies herauszufinden.

Kaum in den Händen, habe ich das Teil natürlich auch gleich ausgepackt.
Mit Intuition habe ich versucht aus den Einzelteilen schlau zu werden und das Puzzle zum Endprodukt zusammenzusetzen.

CESAcruise und seine Einzelteile

Und ganz ehrlich: Ich bin erstmal gescheitert.
Also hat „Mann“ mal zur Anleitung gegriffen, um das Werk vollenden zu können.
Auch wenn ich mir eine etwas aufschlussreichere Anleitung gewünscht hätte, kam nach etwas Wundern das benötigte Wissen doch noch bei mir an und ich machte mich daran diese Innovation für kommunikative Fahrradfahrer zu installieren.

Es braucht wahrlich etwas Fingerspitzengefühl, muss ich zugeben. Während man ein Metallband um den Lenker in seine Form zu biegen hat, muss ein Gummiband darunter eingeklemmt werden. Das Gummiband rutschte dabei selbstverständlich einige Male weg und fiel herunter. Die Enden des Metallbands wurden dann in eine kleine Scheibe geklemmt, auf der zum Schluss die Halterung für das CESAcruise befestigt werden kann.

Die Metallhalterung des CESAcruise

An dieser Stelle entschuldige ich mich für den falschen Fokus in dem Bild, aber ich weiß leider inzwischen selbst, was für ein lausiger Fotograf ich bin. :D
Dennoch sollte man zumindest das kleine Gewinde erahnen können. An dieser Stelle überkam mich leichte Frustration. Ich versuchte die Halterung auf das Gewinde zu schrauben. Dazu wurde sogar extra ein sehr zierlicher Inbusschlüssel mitgeliefert. Doch es wollte einfach nicht gelingen – die Schraube war zu kurz. Auch mein Trockenversuch ohne Fahrrad scheiterte und ich bin fast verzweifelt.

Ein Freund sah mich dann zufällig bei meinem Versuch etwas am Fahrrad zu montieren und half mir schließlich das Werk zu vollenden:

CESAcruise Halterung für die Freisprecheinrichtung

Mein fataler Fehler war simpel: Ich wollte die Halterung mit der Öffnung nach oben anbringen.
Die Verpackung sagt zwar, dass es möglich ist, aber offenbar nicht für mich. Ich habe nicht die geringste Vorstellung wie das zu bewerkstelligen sei, da das Metallband am Fahrrad zu viel Platz einnimmt und die Schraube dann zu kurz ist.

CESAcruise Halterung komplett an Fahrrad montiert

Jedenfalls konnte ich nun endlich den wesentlichen Part des CESAcruise anbringen – die Handyhalterung.

Mein erster Eindruck: sieht verdammt seltsam aus!
Wahrscheinlich habe ich mich schwer daran gestört, dass ich das Gadget nicht in senkrechter Position anbringen konnte.

Nun war es soweit, ein Smartphone in die Halterung zu bringen. Obwohl diese Aktion ein unerwarteter Kraftakt war und ich ernsthafte Angst hatte, das Telefon zu zerdrücken, ging alles gut.
Dann noch zwei Gummis um das CESAcruise, um das Telefon zu schützen und fertig.
Der eigentliche Produkttest konnte endlich beginnen.

CESAcruise Fahrradhalterung mit Smartphone im Produkttest

Ich rief einen Freund an, stellte das Gerät auf Lautsprecher und fuhr los; darauf vorbereitet mich in irgendeiner Weise zu blamieren. Doch es funktionierte. Ich konnte meinen Gesprächspartner fast immer deutlich verstehen und auch ich sei sehr klar bei ihm zu hören gewesen. Er konnte gelegentlich hören wie ich über einen Bordstein gefahren bin, aber ansonsten war es ein wirklich sauberes Telefonat. Fast, als ob man das Telefon am Ohr gehabt hätte.

Wir sind heutzutage schon daran gewöhnt, dass Menschen anscheinend Selbstgespräche führen, während sie bei genauem Hinsehen ein Mikro an ihren Kopfhörern haben und telefonieren. Mit dem CESAcruise erntet man mindestens genauso die Blicke von Passanten, da man schließlich laut in der Öffentlichkeit telefoniert. Aber wenigstens denkt nun niemand mehr, dass man Selbstgespräche führt. Und auch Kopfhörer sind nicht mehr nötig, deren Nutzung beim Radfahren sowieso nicht mehr erlaubt ist.

Das Gadget wird auch dafür angepriesen, dass man damit klasse Musik hören kann. Das glaube ich sogar, aber ich persönlich möchte meine Umgebung eher nicht mit meinem Musikgeschmack belasten.
Zuletzt ist es ebenfalls möglich, die Taschenlampenfunktion des Telefons mit dem CESAcruise als Fahrradlicht zu benutzen. Ob es funktioniert, konnte ich wegen der Lichtverhältnisse auf die Schnelle nicht testen, aber die Idee gefällt mir.

Das kleine Teil funktioniert also wirklich!
Ob es etwas unansehnlich am Fahrrad prangt, ist Geschmackssache, aber wenn man eine Freisprechanlage am Drahtesel will, ist das CESAcruise die richtige Wahl.
Die Installation ist etwas aufreibend und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Halterung jemals wieder ab bekomme (ich habe es versucht), aber vielleicht bin ich auch einfach nur ein mieser Handwerker. ;)

Euer Tester Tom vom Crowdsell Team